Zwischen effektivem Training und engem Spielplan – mit Firstbeat erkennt der THW Kiel genau die Belastungen seiner Spieler

Erfolgsgeschichte THW Kiel

Jörn-Uwe Lommel vom THW Kiel weiß genau, was er vom Firstbeat Sports System braucht: Live-Monitoring, aerobe und anaerobe Trainingsbelastung, Trainingseffekt, etc. Das unterstützt ihn bei den Widrigkeiten, denen man im Profihandball in Deutschland während der Saison so ausgesetzt ist.

Mehrfachbelastung in Perfektion

Die Handballer vom THW Kiel stehen in den letzten Zügen einer verrückten Saison: Seit Beginn der Saison 2015/16 haben sie mit personellen Problemen zu kämpfen, die sich durch Wechsel, Vertragsauflösung oder Verletzung angehäuft haben. „Zentrale Spieler fehlen einfach“, bringt Jörn-Uwe Lommel, Co-Trainer der „Zebras“, das Problem auf den Punkt. Das Niveau der Liga sei gewohnt hoch, durch die Teilnahme an der Champions League stünde quasi jeden dritten Tag ein Spiel auf dem Plan.

„Hinzu kommt, dass viele unserer Spieler auch für ihre jeweiligen Nationalmannschaften spielen“, sagt Lommel weiter. Eine Mehrfachbelastung in Perfektion, die den Druck auf die Spieler noch weiter erhöht – ebenso wie das Verletzungsrisiko. „Wenn uns dann noch ein Schlüsselspieler darum bittet, ihn gehen zu lassen und der Verein ihm in seinen Zukunftsplänen dahingehend natürlich voll unterstützt, muss man mit den Konsequenzen leben und arbeiten“, sagt Lommel nüchtern.

Jörn-Uwe Lommel, Co-Trainer beim THW Kiel

Jörn-Uwe Lommel, Co-Trainer beim THW Kiel

In einem derart dichten Spielplan, wie ihn Handballer in der Deutschen Bundesliga und so auch die Rekordmeister aus Kiel haben, ist jedes Hilfsmittel ein Schritt zu mehr Effizienz und Trainerentlastung. Mit Firstbeat Sports haben die „Zebras“ einen Partner gefunden, der sie bei den hohen Anforderungen der Liga unterstützt. „In unserem Sport herrscht eine hohe körperliche und psychische Belastung der Spieler, die eine Überprüfung und Überwachung der Leistungen und individuellen Belastungen zwingend notwendig macht“, erklärt Lommel. So nutzt der Co-Trainer das Firstbeat Sports System bei der Trainingsüberwachung in Echtzeit, um sämtliche Trainings aufzuzeichnen und auszuwerten, ebenso wie bei der Regeneration der Spieler.

Unterstützt mit einer Kombination aus dem Firstbeat Sports System mit Pulsgurten und Suunto Pulsuhren, erhält das Trainerteam einen genauen Einblick in den physiologischen Zustand der Spieler – als Momentaufnahme und im Gesamtkontext, in Echtzeit sowie in der nachträglichen Auswertung. Diese Kombination erlaubt auch den effektiven Einsatz in der Halle beim regulären Handballtraining, ebenso wie beim Fitness- und Athletiktraining im Freien.

Der ehemalige Nationalspieler Lommel weiß dabei genau, worauf es für ihn bei der Auswertung ankommt und schaut im Besonderen auf die aerobe und anaerobe Trainingsbelastung sowie den Trainingseffekt. „Handballer sind keine Ausdauer-Athleten, sondern haben einen ganz anderen Stoffwechsel“, erklärt er. Die Möglichkeit, sich nach einer punktuellen Höchstanstrengung wieder entsprechend regenerieren zu können, sei ebenso eine Herausforderung wie ein Vorteil im Handball, der im Training mit den Spielern ausgenutzt und bestmöglich ausgeschöpft werden müsse. Dementsprechend sei die Stoffwechselkomponente für ihn von besonderem Wert, die Analyse-Lösungen von Firstbeat dafür ein besonders hilfreiches Tool.

Die nicht-invasive Methode von Firstbeat erlaubt dabei eine Berechnung der aeroben und anaeroben Trainingsbelastung, ebenso wie die genaue Feststellung des Übergangs dieser beiden, durch die Herzfrequenz und Herzratenvariabilität. „Es ist interessant zu sehen, dass man technisch mittlerweile in der Lage ist, outdoor sowie indoor alle eventuellen metabolischen Anforderungen tatsächlich zu überprüfen, oder zumindest einen Hinweis zu bekommen“, so Lommel.

Monitoring und ein erfahrenes Trainerauge – eine wirkungsvolle Kombination

Jörn-Uwe Lommel hat schon früh in seiner Trainerkarriere mit Pulskontrolle gearbeitet. Seit den 1990er Jahren hat er seine Trainingseinheiten sportwissenschaftlich überprüfen lassen. „Ich möchte Gewissheit über die Effektivität meiner Arbeit“, sagt er schlicht. Mit seinen Erfahrungen als Spieler, Trainer und Nutzer von Monitoring-Technik vertraut er den Lösungen von Firstbeat, aber sieht ebenso Verbesserungspotential: „Ich kann unserem Cheftrainer Alfred Gislason auf Grundlage des Firstbeat Systems eine Rückmeldung über sein Training geben. Kann er etwas verändern, was läuft gut und so weiter. Gemeinsam mit einem erfahrenen Trainerauge ist das eine sehr wirkungsvolle Kombination.“

Allerdings nutze er die Technik im Moment nur zu 50 Prozent, schätzt er ein. Das habe verschiedene Gründe: zum einen sei der Spielplan ebenso ein Stressor für die Trainer wie für die Spieler und der Zeitdruck mache es schwierig, das volle Potenzial des Systems auszuschöpfen. „Eine andere Sache ist, dass man die Spieler nicht so zu Athleten umerziehen kann, wie man sie gern hätte“, sagt Lommel weiter. „Wir arbeiten mit individuellen Charakteren zusammen, die wir sehr schätzen“. Beim Einsatz der Monitoring-Technik käme bei manchen der Gedanke, man wolle die Spieler überwachen und vertraue ihnen nicht. Das sei zwar nicht der Fall, aber für die Spieler ist es freilich eine außergewöhnliche Situation, bei der das Tragen der Gurte dann auch zu einem zusätzlichen Störfaktor werden kann. „Das nimmt das Vertrauen und ist nicht Sinn der Sache“, sagt er.

 

Doch auch in dieser Problematik sieht der Co-Trainer das Potenzial des Firstbeat Systems. Durch den Trainingseffekt beispielsweise, könne man den Athleten nach einer Trainingseinheit genau aufzeigen, ob sie sich dadurch tatsächlich verbessert, ihre Leistung erhalten, oder aber vielleicht sogar überanstrengt hätten.

Der Trainingseffekt ist ein von Firstbeat entwickeltes Tool, das akkurat und in Echtzeit die Auswirkungen von Trainingseinheiten auf das allgemeine Fitnesslevel des Sportlers berechnen kann – mittels Trainingsintensität und aktuellem Fitnesslevel des Athleten. Man könne somit das Körpergefühl und die subjektive Leistungseinschätzung der Spieler mit entsprechenden Daten unterstützen und belegen. „Es könnte eine Motivation sein, sich weiter zu verbessern“, überlegt Lommel.

Motiviert an der Spitze bleiben

In der nächsten Saison wolle er und der THW Kiel mehr auf diese Motivation hinarbeiten: „Wir sind in dieser Saison personell nicht so breit aufgestellt, wie wir es vielleicht gewohnt sind. Doch im nächsten Jahr können die Möglichkeiten des Systems vielleicht noch weiterreichender ausgenutzt werden.“ Vor allem im individuellen Bereich sieht Lommel dabei noch Möglichkeiten für das Team, die er gern nutzen würde. „Im professionellen Handball versucht man immer, Ressourcen zu finden und die individuelle Fitness spielt dabei eine ganz große Rolle“, gibt er zu bedenken.

Die individuelle Überwachung und Analyse, die das Firstbeat Sports System dabei während und nach dem Training zur Verfügung stellt, böte ihm eben diese Möglichkeit. Das Vertrauen der Spieler in die technische Lösung noch zu stärken und den persönlichen Nutzen aufzuzeigen – ohne ein Gefühl übermäßiger Kontrolle zu vermitteln – sei dabei eine der Herausforderungen.

Der THW Kiel steht in der Tat am Ende einer verrückten Saison. Firstbeat ist dabei Partner an der Seite der Handballer, die bei den vielen Widrigkeiten der laufenden Spielzeit ein Tool zur Unterstützung und mehr Effektivität im Training bietet. Durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Trainern wie Jörn-Uwe Lommel, erhält Firstbeat dabei Informationen und Hinweise aus erster Hand, um das Sports System noch anpassungsfähiger und effizienter zu gestalten. „Wir freuen uns auf eine sehr erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit mit einem stark wissenschaftlich ausgerichteten Unternehmen“, schließt der Co-Trainer der „Zebras“, Jörn-Uwe Lommel.

Es mag eine verrückte Saison für den THW Kiel sein. Dennoch sind wir von Firstbeat auch davon überzeugt, dass dieses Team am Ende der Saison genau dort steht, wo es in der deutschen Handball-Bundesliga hingehört: an der Spitze der Tabelle.