Belastungs-Monitoring für Torhüter auf dem Vormarsch 

Monitoring Training Load Among Goalkeepers on the Rise

Machen Spieler mit besserer Athletik auch mehr Tore? Schwer zu sagen. Halten Torhüter mit besserer Athletik mehr Bälle? Ja, sagt René Stampler, Referent beim Österreichischen Fußallbund (ÖFB) sowie im Bayerischen Fußballverband und Torwarttrainer beim SC Kalsdorf.

„Im Torwart-Bereich kann durch die individuelle Athletik noch viel rausgeholt werden – es gibt viele kleine Schrauben, die man über das Athletiktraining drehen kann.” René nutzt das Firstbeat Sports System mit seinen Torhütern im täglichen Training, um vor allem die physische Entwicklung und Kapazität durch objektive Daten zu überprüfen. „Da gibt es natürlich verschiedene Bereiche, die wichtig sind, doch im Allgemeinen geht es auch hier um Stabilität, Kraft und Ausdauer sowie Flexibilität und Dehnbarkeit, mit dem Hauptziel der Verbesserung in der Tor- und Raumverteidigung.“

Ein Torhüter läuft im Spiel vier bis sechs Kilometer

Vor allem Kraft und Ausdauer sind wichtige Themen beim Torwart. „Beim modernen mitspielenden Keeper läuft auch er im Spiel zwischen vier und sechs Kilometern“, so René. „Dabei kommen Maximalgeschwindigkeiten von 19-25 km/h zustande. Doch wann wird das trainiert? Wir trainieren das mit verschiedenen Startmustern, wobei das Training für die Schnellkraftläufe oft auch mit der Sprungkraft verbunden werden kann, das passt super zusammen. Da machen wir zum Beispiel Sets von 2×4 Wiederholungen von 16m Sprints, die dann gesteigert werden.“

„Am Anfang sind meine Torleute sehr schnell am Maximum bei den 16-Meter-Läufen gewesen. Doch mit einer generellen Verbesserung des Athletik- und vor allem des Fitnesszustandes durch das objektive Monitoring mit dem Firstbeat System, werden mittlerweile die Spitzenwerte erst gegen Ende der Intervalle erreicht“, sagt er weiter. „Dazu sei noch gesagt, dass wir wenn möglich versuchen diese Form von Schnellkraftläufen isoliert und nicht auf dem Rasen, sondern zum Beispiel auf der Tartanbahn absolvieren.”

Firstbeat Sports | Trainingsdiagramme

Ein Beispiel der Belasungssteuerung beim Torwart: Entwicklung der Regenerationsfähigkeit nach hochintensiven Intervallen im Aufwärmen. Grafik 1: Torhüter beim Aufwärmen am 7. August 2020. Grafik 2: Derselbe Torhüter beim Aufwärmen am 25. September 2020.

Warum ist die Regenerationszeit so wichtig? In mehrfach Aktionen ist es nicht nur wichtig maximale Intensität in Torwartaktionen zu haben, sondern danach auch schnell zu regenerieren, um sofort wieder eine Aktion mit hoher Intensität starten zu können.

Beim Thema Regeneration im Allgemeinen gebe es jedoch keine allzu gravierenden Unterschiede im Vergleich zum Rest des Teams. „Hier geht es eher darum darauf zu achten, den Torwart im Mannschaftstraining nicht überzubelasten. Wenn der Trainer einen Tag vor dem Spiel noch ein Schusstraining absolvieren möchte, ist das für die Feldspieler keine große Anforderung. Der Torwart läuft ohne objektives Monitoring große Gefahr, 10-15 Minuten hoch intensiv zu trainieren und über 90% der HFmax zu arbeiten.  Die Firstbeat Sports Live App hilft mir genau dies zu vermeiden und die Belastung ideal für den Tag vor einem Spiel zu dosieren.

Vielseitige Belastungsdaten für optimales Training  

Allgemein wird das Firstbeat Sports System sehr vielseitig mit den Torhütern verwendet.

„Vor allem die Akute vs. Chronische Trainingsbelastung (ACWR) sowie der Trainingseffekt werden täglich im Detail begutachtet, um die Torleute im Wochenverlauf möglichst perfekt auf den Spieltag vorzubereiten, bzw. auch dem zweiten und dritten Torwart eine simulierte Spielbelastungen zu gewährleisten. Der Trainingseffekt ist dabei eine gute Grundlage für die Zielvorgabe und Kommunikation mit den Spielern, sie bekommen diese Infos in Echtzeit und dann auch direkt per E-Mail nach dem Training zugesendet.“

„Ebenfalls im täglichen Gebrauch ist die neue Movement Intensity von Firstbeat. Das Feature nutzen wir vor allem, um die Entwicklung der Spieler in bestimmten Trainingssituationen zu monitoren. Zum Beispiel beim aktiven Herauslaufen auf Flanken und bei Eckstößen.”

„Dasselbe gilt für den TRIMP/min, den wir auf ähnliche Weise nutzen. Hier können wir kontrolliert Spielintensitäten aus bestimmten Situationen nachstellen und mit derselben Intensität trainieren.” 

Dennoch ist die Erfahrung des Trainers auch bei den zur Verfügung stehenden Daten unabdingbar – er hat schließlich in der Hand, was mit den Informationen passiert. Zudem gibt es Bereiche, wie Flexibilität und Stabilität, bei denen internes Monitoring an seine Grenzen kommt. Doch auch in diesen Bereichen gibt es torwartspezifische Punkte, die mit gesondertem Augenmerk betrachtet werden. „Ich versuche hier neue Wege zu gehen, indem ich spielspezifische Situationen ganz gezielt und isoliert trainieren, sei es Sprungtechnik, 1:1-Verteidung vorm Tor, oder die Knöchelstabilität. Das kann einen Unterschied von mehreren Toren pro Saison machen”, schließt René.

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